
15.05.2009
Die Endometriose betrifft im Allgemeinen nur Frauen. Es handelt sich hierbei um eine chronische, schmerzhafte und häufig fortschreitende frauenspezifische Erkrankung. Die Ursachen einer Endometriose sind unbekannt. Es gibt ein breites Maß an Symptomen und Schweregraden, wodurch die rechtzeitige Diagnose erschwert wird.
Implantationen des Endometriums
Eine Endometriose tritt auf, wenn sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumaußerhalb der Gebärmutter anheften, normalerweise im Bereich des kleinen Beckens, dort wachsen und ihrer Funktion nachkommen. 
Endometrioseherde bestehen aus den beiden folgenden Zelltypen:
Endometriumzellen besitzen Rezeptoren, an die sich Östrogene und Progesteron binden, welche das Wachstum und die Dickenzunahme der Gebärmutter fördern. Während einer Endometriose nisten sich diese Zellen in Organen und anderen Strukturen außerhalb der Gebärmutter ein und verursachen, unter dem fortbestehenden Einfluss der hormonellen Wirkungen, Blutungen und Vernarbungen.
Endometrioseherde variieren deutlich in ihrer Größe, der Form und ihrer Farbe. Mit den Jahren können sie an Größe abnehmen oder verschwinden oder aber auch wachsen.
Lokalisationen der Endometrioseherde
Die Herde können sich an vielen Orten bilden, am häufigsten betroffen sind folgende:
Weniger häufig sind folgende Orte betroffen:
In sehr seltenen Fällen wurde von Lokalisationen weit vom Becken entfernt berichtet, inklusive der Lungen, der Arme und der Schenkel. 
Die Entstehung der Endometriose
Die Entstehung einer Endometriose ist ähnlich einer Menstruation (Regelblutung) in bestimmten Stadien:

Diese Läsionen sind nicht bösartig, aber sie können sich dorthin entwickeln, dass sie Obstruktionen oder Verwachsungen (netzartiges Narbengewebe) verursachen, welche sich, unter Verursachung von Schmerzen, Entzündungen und manchmal Unfruchtbarkeit, an nahegelegene Organe anheften.