
15.05.2009
Das Ziel der konservativen Chirurgie ist soviel Endometrioseherde und Zysten wie möglich zu entfernen ohne chirurgische Narben und damit Verwachsungen zu verursachen, die eine spätere Fruchtbarkeit behindern könnten.
Es gibt zwei konservative chirurgische Wege, entweder die Laparoskopie oder die Laparotomie.
Eine Verbesserung der Fruchtbarkeit.
Es wurde gezeigt, dass eine Operation die Fruchtbarkeitsraten bei Frauen mit einer schweren Endometriose (Grad III und IV) verbessert. Einige Ärzte empfehlen eine Operation auch schon bei frühen Formen der Endometriose, wegen der fortschreitenden Art der Erkrankung und da es Hinweise gibt, dass die Fruchtbarkeit dadurch verbessert wird. Die Fruchtbarkeit kann häufig sogar wiederhergestellt werden, wenn nicht alle Endometrioseherde vollständig entfernt werden. In solchen Fällen treten die besten Fruchtbarkeitsraten jedoch in der frühen postoperativen Phase auf. Sie nimmt mit der Zeit wieder ab, wenn die Herde nicht ganz entfernt wurden. Folgeoperationen sind weniger effektiv in Bezug auf die Wiederherstellung der Fruchtbarkeit.
Die Schmerzlinderung und ihre Wiederkehr.
Studien berichten über eine postoperative Schmerzreduktion bei mehr als 60% der Frauen. Die konservative Chirurgie kann aber mikroskopisch kleine Herde übersehen, die nach dem Eingriff wieder Schmerzen oder andere Symptome verursachen können.
Die Laparoskopie stellt den Goldstandard in der Behandlung der Endometriose dar.
Normalerweise findet sie unter Vollnarkose statt und beinhaltet Folgendes:
Eine Studie zeigte, dass durch die Laparoskopie Schmerzlinderung bei über 62% der Frauen erreicht werden konnte. Zusätzlich bewegen sich die Schwangerschaftsraten nach einer Laparoskopie bei 20% bis zu über 50%.
Laparotomie
Bei der Laparotomie wird ein großer Bauchschnitt gemacht und konventionelle chirurgische Instrumente genutzt. Sie ist somit invasiver und es ist eine längere Erholungszeit notwendig. Die Laparotomie wird typischerweise bei infiltrierenden Endometrioseherden genutzt, obwohl die Laparoskopie selbst bei tiefen Endomtrioseherden eine größere Effektivität aufweist.
Postoperative Komplikationen.
Viele Patientinnen erfahren vorübergehende aber dafür schwere Unannehmlichkeiten nach einer Laparoskopie, die auf die verbleibende Menge von CO2 zurückzuführen ist, welches auf das Zwerchfell drückt.
Techniken der Nervendurchtrennung
Es gibt einige Hinweise darauf, dass durch eine Durchtrennung der Schmerzfasern, die von der Gebärmutter ausgehen, das durch eine Dysmenorrhö verursachte Ausmaß an Schmerzen abnimmt.
Es werden zwei Verfahren genutzt, um die Nerven zu blockieren, die Nervenablation im Bereich der Gebärmutter und die laparoskopische präsakrale Nervenentfernung.
Die Nervenablation im Bereich der Gebärmutter.
Für die Nervenablation der Gebärmutter werden entweder ein Laser oder ein Elektrokauter zur Zerstörung der Nerven, die von der Gebärmutter zum unteren Teil der Wirbelsäule führen, genutzt. In manchen Fällen ist dieses Verfahren erfolgreich.
Die laparoskopische präsakrale Nervenentfernung.
Die laparoskopische päsakrale Nervenentfernung nutzt die Lasertechnik, um die Nerven im Bereich des unteren Rückens, welche die Schmerzen von der Gebärmutter aus leiten, zu durchtrennen. Die Wirkung dieses Verfahrens scheint länger vorzuhalten als bei der Nervenablation der Gebärmutter.
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